Ich habe AIDS
Gegen das Vergessen, für mehr Bewusstsein im Umgang mit Aids und Solidarität mit Betroffenen. So möchte die Kampagne “Vergiss Aids nicht” ihre Botschaft verstanden sehen. Zwei fiktive Selbstgespräche aus Anlass der Kampagne 2009.

Lucy (No Angels) Foto: www.vergissaidsnicht.de
Ich habe AIDS
Heute ist der Fototermin. Zuerst geht es in die Maske.
Ich habe AIDS
Die Flecken im Gesicht werden mehr. Termin beim Hautarzt vereinbaren.
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Ich habe AIDS
Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel.
Ich habe AIDS
Schon wieder wird mir übel. Hoffentlich bleiben die Tabletten drinnen.
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Ich habe AIDS
Für die Kamera habe ich Bewegungen einstudiert. Tanzen liegt mir sehr.
Ich habe AIDS
Meine Beine schmerzen. Die Nerven sind geschädigt.
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Ich habe AIDS
Mein Foto wird auf Plakaten zu sehen sein. Publicity ist wichtig für mich.
Ich habe AIDS
Hoffentlich merken meine Kollegen nichts. Ich brauch den Job.
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Ich habe AIDS
Mein Freundin ist im Gefängnis - wegen AIDS. Da hört der Spass auf.
Ich habe AIDS
Leben mit AIDS - Das ist kein Spaß !















schöne idee, die beiden gespräche …
lässt ein wenig dahin blicken, wo der unterscheid zwischen marketing-aids und realem leben mit aids besteht (und was ein grund ist, warum ich diese kampagne peinlich und effekthascherisch finde)
Die Kampagne, wie sie hier dargestellt wird, verniedlicht an der falschen Stelle und verleitet dazu, das Thema AIDS schnell abzuhaken.
Wohingegen die Schweizer Kampagne “Was, wenn ich HIV-positiv wäre?” zum konstruktiven Nachdenken anregt und Betroffenheit weckt.
Beide Kampagnen nutzen die Popularität bekannter Persönlichkeiten auf unterschiedliche Weise: verharmlosend versus solidarisierend.
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Bericht über die Schweizer Kampagne:
http://www.ondamaris.de/?p=2344