In Hamburg Sagt Man Tschüss

Autor: Andreas Bemeleit

Seit dem heutigen Dienstag stellt das Hamburger Abendblatt beim Zugriff auf Lokal- und Regionalberichte sowie Archiv-Material eine monatliche Abonnement-Gebühr von 7,95 Euro in Rechnung.

“Es ist aussichtslos, spotten Experten. Es ist selbstmörderisch, argwöhnt die Konkurrenz. Es ist unverschämt, denken die Nutzer. Und doch werden wir es tun”, schreibt der stellvertretende Chefredakteur Matthias Iken.

Matthias Iken rechtfertigt diesen Schritt mit einem alten Sprichwort:
“Qualität hat ihren Preis; was nichts kostet, ist auch nichts wert. Gleichzeitig aber gilt: Wer bezahlt, kann auch mehr einfordern.”

Recht hat Herr Iken, wer bezahlt bekommt auch etwas für sein Geld.
Beispielsweise bietet der NDR bietet auf seinen Internetseiten Nachrichten aus Norddeutschland an. Für dieses Angebot haben die Nutzer der “neuartigen Rundfunkempfänger” (gemeint sind Computer mit Internetanschluss und Mobiltelefone) in Form der GEZ-Gebühr bereits bezahlt.

Für dieses Geld bekommt der Leser weder abgetippte DPA-Nachrichten noch die Klickraten erhöhende sinnlose Bildstrecken. Dafür kann er sich in einzelnen Dossiers zu verschiedenen Themen informieren, um sich ein eigenes Bild vom Geschehen zu machen. Das ist anstrengender, als sich auf die vom Axel Springer Konzern geformte Sicht der Welt zu verlassen. Hilft aber bei der Meinungsfindung und schont darüber hinaus noch den Geldbeutel.

Löschen !

Löschen !

In diesem Sinne liebes Abendblatt: Tschüss !

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3 Kommentare zu “In Hamburg Sagt Man Tschüss”

  1. Auffallend viele Leser dieses Blogeintrags http://bit.ly/5k0bB0 klicken danach auf die Kategorie Satire. #abendblatt #paidcontent

    #415
  2. Vor allem es ist es eines: Inkonsequent. Denn: Entweder ich lebe von dem Traffic den Google liefert oder ich liefere Paid Content in einem geschlossenem System

    Das Abendblatt möchte aber Beides: Paid Content anbieten und von den Suchmaschinen profitieren. Das geht so nicht. Vor allem wenn man die Content-Schranke ganz einfach aushebeln kann indem man den Titel in Google eingibt.

    ASV schimpft zwar immer wieder über Google. Dabei profitiert auch Springer von Google. Zudem ist Springer auch nicht unbedingt ganz sauber im Bereich SEO. Was bei welt.de manchmal optimiert wird ist sicherlich nicht im Sinne einer Suchmaschine und manchmal schon als Suchmaschinenspam zu bezeichnen.

    #248

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