Print wirkt - Blog macht Druck

Autor: Andreas Bemeleit

Die Erfolge der Therapie von HIV und AIDS sind zu einer Herausforderung für Kampagnentexter geworden. Warnungen mit dem drohenden Tod durch eine HIV-Infektion sind nicht mehr zeitgemäß. In dieser Situation ist eine geplante Kampagne deutlich über das Ziel hinaus geschossen und hat die Interessen der Betroffenen nicht berücksichtigt. Die Reaktionen reichen von Unverständnis bis zur Aufforderung zum Widerstand.

      das ist der übliche quark von diesem igitt-verein …
      die mögen irgendwelche absichten haben - prävention vermute ich nicht … denn dann müssten sie anders handeln

      es ist an der zeit, dass wir uns dagegen wehren und dabei gehört und ernstgenommen werden. keinen pfennig für solche vereine!

      Ein sehr gut geschriebener Artikel, der meiner Meinung nach viel Wahres enthält! Der eindeutig falsche Weg

Screenshot: facebook.com

Screenshot: facebook.com

Am 22.01.2010 wurde auf ZwischenZeit über ein Plakat von vergissaidsnicht.de für die Kampagne 2010 berichtet. Am nächsten Tag ist das Plakat nicht mehr auf der Webseite vorhanden. Es stellt sich die Frage, wieso der Verein dieses Plakat entwerfen lässt und es wenige Stunden später wieder entfernt. Hier ist ein Blick in die Satzung hilfreich.

    §2 Vereinszweck
    1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes “Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabeordnung 1977 ( §§ 51 ff. AO ) in der jeweils gültigen Fassung.
    2. Zweck des Vereins ist es HIV kranken Menschen, insbesondere Frauen und Kindern eine gesellschaftliche Hilfestellung zu geben, um ihnen das Leben mit ihrer Krankheit leichter zu machen.
    3. Er bezweckt insbesondere die Integration von HIV kranken Menschen in unserer Gesellschaft. Und den Vorbehalt bzw. Distanz unserer Gesellschaft gegenüber diesen Menschen, die an HIV erkrankt sind, abzubauen.

Die Reaktionen der Betroffenen zeigen deutlich, dass die Ziele der Integration und der Erleichterung im Leben mit der Krankheit nicht erreicht worden sind. Ganz im Gegenteil: die Betroffenen fühlen sich benutzt und nicht einbezogen. Daher ist es zu begrüßen, dass das Plakat jetzt nicht verwendet wird.

Zwei einfache Botschaften sind es, die beim jetzigen Stand der Wissenschaft kommuniziert werden sollten:
1. Kondome schützen vor einer Ansteckung mit HIV. Verwende ein Kondom !
2. Eine rechtzeitig erkannte Infektion ist behandelbar. Lass dich testen !

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3 Kommentare zu “Print wirkt - Blog macht Druck”

  1. @timbeil es geht auch schnell und leise mit dem zurück rudern #blogsunternehmen http://bit.ly/7hHVP6

    #434
  2. Die Wahrscheinlichkeit das die Entfernung besagten Plakates von der Webseite des Vereines in einer guten “Beratung” als auf Einsicht liegt ist mehr als nur naheliegend. Das letzte Projekt AIEM unter dem Vergißaidsnicht vorher gezeichnet hatte, hat eines deutlich gemacht: Abschreckung als Aufklärung ist weder Alltagsgerecht/zeitgemäß; vor allen Dingen kontraproduktiv.

    Insofern wird durch Anpassung einer zeitgemäßen Aufklärung/Prävention eine “Seriosität” vermittelt die, so vermute ich mal ihren Niederschlag in einer erhöhten Spendenbereitschaft ihren Niederschlag findet.

    “Die Zahl der Ansteckungen gehtnämlich nicht zurück, sondern steigt jährlich um rund 3.000 HIV-Neuinfektionen in Deutschland.”

    Und genau das ist een nicht der Fall. Diese Zahlen beinhalten zum einen Neuinfektionen sowie erstmalige festgestellte Diagnosen von menschen die schon seit JAhren Infiziert sind, In dem Bulletin zum 1. Dez 2009 stellt gerade das RKI fest das die Neuinfektionen seit 2007 wieder im sinken begriffen sind.

    Insofern ist die Seriosität und Ernsthaftigkeit des Vereines bzgl “Aufklärung” nach wie vor fragwürdig. Die mangelnde Kooperation bzgl Offenlegung/Auskunft der Verwendung der Spenden läßt keinen anderen Schluß zu.

    #267

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